
Unsere Lovestory:
Hier erzähle ich Euch jetzt einmal,
wie wir uns kennen gelernt haben:
Irgendwann Ende Januar oder Anfang
Februar (das Datum haben wir uns beide nicht gemerkt, weil wir ja nicht wussten
das dieser Tag so bedeutend für unser weiteres Leben war) haben wir getrennt
voneinander beschlossen,
in einen Chat-Room zu gehen. Für mich (Diane) war es das erste mal in so einem
Chat (deshalb landete ich, unerfahren wie ich war, auch in einem
"Österreich-Chat" *grins*) und Rene war auch nur selten Gast darin. Nach längerem
Testen, den richtigen Gesprächspartner zu finden, fanden wir auf einmal
zusammen. Wir chatteten an diesem Abend sicherlich 2 Stunden! Irgendwie gab es
immer etwas zu schreiben, obwohl wir uns gar nicht kannten. Beeindruckt war Rene
damals sofort von der Tatsache, dass ich wusste was Spikes (Schuhe mit Nägel für
die Leichtathletik) sind. Er erzählte mir dann, dass er Vizestaatsmeister in
Österreich über die 800m - Strecke ist und ich glaubte ihm damals kein Wort.
Dachte, dass man das ja immer wieder im Fernsehen sieht, wie in so einem Chat
geschwindelt wird und man sich besser darstellt als man ist. Dann war es
irgendwann mal sehr spät und wir mussten unser "Gespräch" abbrechen und
verabredeten uns für den nächsten Tag im gleichen Chat. Rene war zu diesem
Zeitpunkt solo, doch ich hatte gerade einen Freund, mit dem ich aber nicht mehr
glücklich war. Das hatte ich Rene natürlich erzählt.
In einem unserer nächsten Treffen im Chat (die fanden ab dem ersten mal fast
täglich statt) sagte ich, dass wir ja eigentlich auch einmal telefonieren
könnten und nach langem hin und her (wir hatten irgendwie schiss wie sich der
Andere anhören könnte) taten wir das dann auch. Es war bei uns beiden Liebe auf
den ersten "Ton"! Ab da telefonierten wir regelmäßig (meine erste
Telefonrechnung: 930 DM bzw. ca. 475 €), schrieben uns E-Mails und gingen immer
wieder in "unseren" Chat.
Dann beschlossen wir, uns einmal zu treffen. Rene konnte jedoch nicht zu mir
kommen, da das dann Probleme mit meinem damaligen Freund Wolfgang und auch mit
meinen Eltern gegeben hätte. Also musste ich irgendwie zu ihm kommen. Meine
Erfahrungen mit Autobahnen beschränkten sich bis zu diesem Zeitpunkt, von
Künzelsau nach Heilbronn ins Parkdeck vom Wollhaus und wieder zurück. Und das
war schon jedes Mal ein Horrortrip! Trotzdem: Da musste ich halt meinen inneren
Schweinehund überwinden.
Nach längeren Diskussionen mit meinen Eltern (die das alles natürlich nicht
verstehen konnten und auch nicht wirklich toll fanden) und Wolfgang (mit dem ich vor der Abreise noch Schluss
machte, er es aber nicht kapieren wollte), fuhr ich am 27. März 2001 los in
Richtung Thomasberg/AUT. 642 km!!! Doch ich kam (ohne mich zu verfahren!!!) dort
an. Unsere erste Begegnung werde ich wohl nie vergessen. Ich wartete nach der
Autobahnabfahrt darauf, dass Rene mich abholt. Wir hatten uns ja bisher nur auf
Fotos gesehen. Da kam dann auf einmal ein silberner Focus mit dem Kennzeichen "NK-lauf
1" angedüst. Ein total verschwitzter Kerl stieg aus dem Auto, in
Trainingsklamotten und verwuscheltem Haar. So, das war er jetzt also. Heute,
nachdem ich ihn jetzt so gut kenne, wundert mich sein Aufzug nicht mehr. Doch
damals war ich schon etwas erstaunt! Ich hatte mich damals extra schick gemacht
- man wollte ja einen guten Eindruck machen...!
Wir gingen dann also zu ihm nach Hause. Ausgemacht war, dass er mir ein Zimmer
in einer Pension nimmt, weil ich ja gekommen war um mir über alles klar zu
werden und nicht, um mich in eine neue Beziehung zu stürzen. Doch dann meinte
er, dass mein "Pensionszimmer" bei seiner Oma im Haus wäre, das ca. 100m neben
dem Haus von Rene stand. Na toll. So hatte ich mir das eigentlich nicht
vorgestellt. Aber na gut.
Abends gingen wir dann ins Kino. Unser erster Kinofilm: der Exorzist! Zuerst das
erste Treffen in Trainingskleidung, dann der Exorzist... irgendwie kam mir das
alles seltsam vor. Doch die nächsten Tage waren wirklich sehr schön und am 1.
April 2001 fuhr ich dann wieder heim.
Das war also unser erstes Treffen. Ab dann
ging es immer hin und her. Ein Wochenende kam ich, dann wieder er. Es war
wirklich hart sich immer nur jedes 2. oder 3. Wochenende zu sehen. Deshalb kam
dann auch recht schnell der Entschluss auf, dass wir zusammenziehen. Nur wo
sollten wir leben? Deutschland oder Österreich? Durch Renes Sport ist er in
Österreich halt schon sehr gebunden und ich wollte auf keinen Fall, dass er das
für mich aufgibt, da ihm der Sport sehr viel bedeutet. Also musste ich nach
Österreich. Die Kündigung bei der BTI viel mir nicht leicht, aber es ging nicht
anders. Am 3. November 2001 (war auch Renes Geburtstag) war dann der große Umzugstag. Es war sehr hart so
weit weg von der Familie zu sein und es gab viele Tränen als meine Mutter und
mein Bruder wieder mit dem leeren Möbelwagen heim gefahren sind. Aber wir
bemühen uns, schon einmal im Monat nach Künzelsau zu fahren.
Für unsere weitere Zukunft wünschen wir uns natürlich, dass ich eine
Arbeit finde und
das wir und unsere Familien und Freunde gesund bleiben. Auch ist für die Zukunft
natürlich Familienplanung angesagt. Wir wünschen uns 2 gesunde Kinder und wollen
auch so schnell wie finanziell möglich unseren Traum von den eigenen vier Wänden
erfüllen.
Das mag ich an Rene:
Er ist immer gut drauf. Er steht morgens auf und ist gleich voll da, was für
mich als Morgenmuffel nicht immer leicht zu ertragen ist *grins*. Auch mag ich an ihm seine liebe und nette
Art. Er könnte keiner Fliege etwas zu leide tun. Also zusammengefasst: Außer den
unten genannten Punkten ist er perfekt für mich!
Das mag ich nicht an Rene:
Auf jeden Fall seine Schlampigkeit!! Er lässt überall was liegen und später
sucht er es dann wieder. Er kann nichts an seinen Platz zurückstellen und sucht
ständig sein Handy, seine Schlüssel, sein Geldbeutel u.s.w.!
Das mag ich an Diane:
Ich mag ihren lieben Blick und ihre lockere Art. Auch mag ich an ihr, dass sie
voll hinter meinem Sport steht und das unterstützt was ich mache. Ich kann mit
ihr auch über alles reden. Sie ist einfach meine Traumfrau!!! Das kann man nicht
hinschreiben.
Das mag ich nicht an Diane:
In der Früh ist sie nicht anzusprechen, ein absoluter Morgenmuffel -
schrecklich!!! Auch kann sie sehr launisch und stur sein, wenn ihr etwas nicht
passt. Ihre Übergenauigkeit bringt mich auch manchmal zum Verzweifeln (ich muss
immer alles wegräumen...). Nichts desto trotz - ich liebe Sie über alles!!